Amt für Familie, Jugend, Senioren
und Soziales der Gemeinde Ehningen

Hol dir den Flash Player um diese Bilder zu sehen.
Donnerstag, 23. Februar 2012

Älter werden in der Kommune
Bürgerschaftliches EngagementSenioren.JPG und demographischer Wandel gehören derzeit
mit zu den am meisten auf Tagungen und wissenschaftlichen Foren diskutierten
Themen im sozialpolitischen Raum.

Dass diese Themen nicht nur auf
Bundesebene, sondern vermehrt auch auf kommunaler Ebene von starkem
Interesse sind, zeigen die zunehmenden Veranstaltungen in Landkreisen und
Kommunen.
Verständlich ist es daher auch zum Thema „Gesundes Altern – Was fördert, was
hemmt“ die Frage, nach der Verantwortung und Mitwirkungsmöglichkeit der
Kommunen zu stellen.
Die Kommunen sind diejenigen, die mit vorausschauender Kommunalpolitik
entscheidende Weichen für die Lebensqualität im Alter stellen können.
Wir haben für die Zukunft mit einem wachsenden Hilfe- und Betreuungsbedarf zu
rechnen, der mit derzeit bestehenden Altenhilfestrukturen nur unzureichend
abgedeckt werden kann. Blieben die derzeit bestehenden Konzepte der Altenhilfe
unverändert, würde dies einen Ausbau der stationären Pflege in so hohem
Ausmaß erfordern, dass dies allein aus wirtschaftlicher Sicht kaum zu bewältigen
wäre. Parallel dazu ist der Wunsch der Älteren zu sehen, die selbständig in der
eigenen Wohnung möglichst lebenslang leben möchten.
Dies ist machbar, wenn ein kleinräumiger Organisationsansatz , Mitwirkung der
BürgerInnen und ein Mix aus Prävention, Anleitung und Übernahme von
Dienstleistungen in der Kommune angeboten wird.


Derzeit haben wir folgende Voraussetzungen des demographischen und
sozialen Wandels zu berücksichtigen:
• Zunahme der Hochaltrigen ( über 85 jährige) –
• 2007 sind 25 % der Menschen älter als 60 Jahre
• 2020 sind 30 % der Menschen älter als 60 Jahre
• 2050 sind 37 % der Menschen älter als 60 Jahre
• Die Zahl der 1 Personen – Haushalte nimmt zu
• Die Zahl der Ein-Generationen-Haushalte nimmt zu
• Die Zahl der Helfer aus dem familiären Umfeld nimmt ab
• Das Durchschnittsalter der Hauptpflegeperson nimmt zu
• Es gibt mehr Menschen mit Migrationshintergrund
• Die Zahl der Älteren mit Behinderung steigt
• Haushaltsformen und –typen sowie Partnerschaftsbiografien pluralisieren sich
weiter
• Die Frauenerwerbsquote steigt. Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Pflege
wird schwieriger
• Mobilität und Mobilitätserfordernisse nehmen zu
• Die Pflegebereitschaft wandelt sich, wird bei höheren sozialen Milieus
voraussetzungsvoller
• Die Erwartung der Bevölkerung an materielle und infrastrukturelle
Unterstützung steigt
• Die gesellschaftliche Wahrnehmung der Pflege und ihrer Herausforderungen
steigt und könnte die Voraussetzung der Schaffung dazu notwendiger
Rahmenbedingungen fördern.


Diese genannten Fakten zeichneten sich auch in der Gemeinde Ehningen
frühzeitig ab und die kommunale Antwort darauf ist die Schaffung des Referats
für Familie, Jugend, Senioren & Soziales, die Gemeinwesenarbeit Leben für
Jung & Alt und die Gründung der Initiative L(i)ebenswertes Alter in Ehningen.

 
frontend backend